AMS wurde 1994 gegründet mit dem Ziel die Philosophie des Herstellers fortzuführen.
Unser Gründer: Eberhard Schlingschröder
Alles fing 1973 an, als ich 9 Jahre alt war. Es gab bei mir in der Nachbarschaft zwei Brüder mit jeweils einem gelben & einem dunklen 2.7 RS. Als die beiden dann das Tor aufgemacht haben, losgefahren sind & der ohrenbetäubende Sound durch die Nachbarschaft schallte, war es um mich geschehen. Zur selben Zeit begann die Siegesserie des kleinen Sportwagenherstellers in Le Mans. Seitdem war für mich klar, über Porsche geht nichts!
„Am Anfang schaute ich mich um, konnte aber den Wagen, von dem ich träumte, nicht finden: einen kleinen, leichten Sportwagen, der die Energie effizient nutzt. Also beschloss ich, ihn mir selbst zu bauen.“
Meine Begeisterung galt nicht nur den Autos, darum schaffte ich mir mit 18 Jahren mein erstes Motorrad an: eine 1000er Kawa – ein echtes Traummotorrad! Mit der Zeit kamen auch italienische Bikes dazu, die mich wirklich in den Wahnsinn trieben. Ich hatte Laverdas, Moto Guzzis und Ducatis – was für eine Zeit!
Nach einer aufregenden Zeit als Lehrling und beim Militär konnte ich mich nicht für einen Betrieb entscheiden. Diese Standard-Service-Tätigkeiten an normalen Autos haben mich total gereizt! Schon immer habe ich von einem Porsche geträumt! Also nichts wie ab nach Stuttgart!
Bei Porsche hatte ich von 1986 bis 1994 das unglaubliche Glück, in Zuffenhausen direkt an der Quelle zu arbeiten! Über die Jahre habe ich in der Produktion, der Nacharbeit und der Werkstatt gearbeitet – drei Bereiche, die mich total begeistern! Es ist einfach großartig, dass alle 911er in Zuffenhausen gefertigt wurden! Während meiner Zeit bei Porsche hatte ich das unglaubliche Glück, an den legendären G-Modellen, der gesamten 964er-Baureihe und dem 993 zu arbeiten. Es war eine besondere Herausforderung, zu Beginn musste ich mich in der Produktion beweisen und habe extra Schichten geschoben, um mir den Respekt der Schwaben zu verdienen.
Bei Porsche habe ich meinen Meister gemacht, und zwar an der Wilhelm-Maybach-Schule, die nur wenige Hundert Meter entfernt liegt von der Stelle, an der Gottlieb Daimler den Verbrennungsmotor erfunden hat – was für ein Glücksfall!
Ich hatte die Ehre, an aufregenden Sondermodellen wie dem 964 Speedster zu arbeiten. Den konnten sie nicht einfach durchs Band schieben, also wurde eine Sondereinsatztruppe losgeschickt, die ihn in einer extra Halle von Hand fertig machte. Karossen und andere Bauteile waren im ganzen Werk verteilt – eine aufregende Herausforderung! Insgesamt haben wir unglaublich viele, nämlich 2100 Stück, zusammengebaut. Und jetzt, 30 Jahre später, ist einer dieser Wagen wieder bei mir in der Pflege.
1994 gründete ich Auto & Motorrad Schlingschröder mit dem Ziel mein eigener Chef zu sein. In über mehr als 20 Jahren führten wir unzählige Reparaturen durch. Beispielsweise reparierten wir 356 Speedster, restaurierten einen 2.7 RS, führten eine Generalüberholung an einem Riley mit Vorkriegsmotor durch oder pflegten 996 Ruf Turbo.
Die Kontakte ins Werk zu meinen alten Kollegen werden immer noch gut gepflegt, diese unterstützen z.B. das Proton Competition Team. 2012 war ich mal wieder an der Rennstrecke Spa Francorchamps zu Besuch. Es war der Abend vor dem Rennen & dem Team fehlten Mechaniker. Deshalb fragten sie mich, ob ich nicht aushelfen könnte: Also rein in den Mechaniker Anzug & die ganze Nacht hindurch Boxenstopps geübt! Wenige Stunden später, starteten die 6h von Spa Francorchamps. Nach 6 spannungsvollen Stunden mit Startschwierigkeiten, hitzigen Duellen auf der Strecke & meinen ersten Boxenstopps, wo ich Räder auf höchstem Rennniveau gewechselt habe, überquerte der GT3 RSR die Ziellinie und landete auf dem Treppchen!
Unsere Philosophie
Jeder Moment meines Lebens hat mich beeinflusst & geprägt, wodurch sich auch unsere Philosophie herleiten lässt: Wir machen es wie der Hersteller! Wir legen Wert auf einen hohen Standard & eine hohe Qualität, denn Autos & Motorräder sind zum Fahren da. Problemloses Fahren ist unser Ziel: Schlüssel rum & los!
„Keine Schraube hätte ich anders gemacht.“